FĂŒr jedes Gewerk, das neu auf der Baustelle tĂ€tig wird, sollte der Bauleiter ein StartgesprĂ€ch anberaumen. Hierzu lĂ€dt er den verantwortlichen Teilbauleiter des neu beginnenden Gewerks einige Tage, je nach Gewerk sogar bis zu mehrere Wochen vor Beginn der eigentlichen Arbeiten, zu einem AuftaktgesprĂ€ch auf die Baustelle ein.

Baustelleneinrichtung

AbhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe und der Art der Baumaßnahme, der dafĂŒr vorgesehenen Bauzeit und der örtlichen Gegebenheiten sollte ein Bauleiter stets einen Baustelleneinrichtungsplan (BE-Plan) aufstellen. Dazu genĂŒgt in einfachen FĂ€llen eine verstĂ€ndliche Skizze. Bei komplexeren Baustellen wird ein solcher BE-Plan meist von einem technischen BĂŒro oder einer Abteilung fĂŒr Arbeitsvorbereitung entwickelt und maßstabsgerecht gezeichnet.

Koordination mehrerer Gewerke

Werden mehrere Gewerke auf einer Baustelle nebeneinander oder nacheinander tÀtig, so sind deren Arbeiten vom Bauleiter zu koordinieren. Falls er noch keine konkrete Vorstellung von den internen AblÀufen einzelner Gewerke hat, so sollte er sich rechtzeitig dazu kundig machen. Dabei hilft ihm hier das StartgesprÀch mit dem jeweiligen Gewerk.

RoutinetĂ€tigkeiten wĂ€hrend der BauausfĂŒhrung

WĂ€hrend der BauausfĂŒhrung hat der Bauleiter sehr unterschiedliche Aufgaben. Sie reichen von der Dokumentation des Erreichten ĂŒber die Kontrolle der aktuellen Arbeiten bis zur Vorbereitung von noch weit in der Zukunft liegenden nĂ€chsten Arbeitsphasen.

Gleichzeitig werden ihn das Tagesgeschehen, viele zu klĂ€rende akute Fragen und die Überwachung der tĂ€glichen Arbeiten am meisten in Anspruch nehmen. Auch hier steht der Bauleiter als Ansprechpartner fĂŒr den Auftraggeber, die Baufirmen und ihre Mitarbeiter, fĂŒr viele Fachplaner und fĂŒr weitere Beteiligte zur VerfĂŒgung.

Zu den RoutinetĂ€tigkeiten wĂ€hrend der BauausfĂŒhrung gehören:

  • PrĂŒfen der AusfĂŒhrungen bis zum aktuellen Stichtag
    (Aufmaß und Abschlagsrechnungen)
  • Inspizieren der laufenden Arbeiten
    (FĂŒhren eines Bautagebuchs, Terminkontrolle und QualitĂ€tskontrolle)
  • Diskutieren der anstehenden Arbeiten
    (Bauberatungen, BaustellenrundgÀnge)
  • Planen der zukĂŒnftigen Arbeiten
    (Bauberatungen, BaustellenrundgÀnge)
  • Dokumentation
    (Aufmaß und Abschlagsrechnungen, Schriftwechsel)

Baubegleitende QualitĂ€tsprĂŒfung

Je frĂŒher ein Mangel im Planungs- und Bauablauf festgestellt wird, desto geringer ist der Aufwand fĂŒr dessen Beseitigung. Bestenfalls werden Planungsfehler bereits vor der AusfĂŒhrung festgestellt und AusfĂŒhrungsfehler bevor nachfolgende Gewerke ihre Leistung erbringen. Denn je weiter nachfolgende Gewerke auf mangelhaften Vorleistungen und verdeckten MĂ€ngeln aufbauen, desto höher ist wiederum der Aufwand fĂŒr die Beseitigung dieser MĂ€ngel und das Risiko der BauzeitverlĂ€ngerung oder von MietausfĂ€llen.

Planungs- und baubegleitende PrĂŒfungen sind hier ein wirksames und im VerhĂ€ltnis kostengĂŒnstiges Instrument, um ein qualitĂ€tsvolles Bauergebnis zu erhalten. Kern der baubegleitenden QualitĂ€tsprĂŒfung ist die Überwachung der ArbeitszwischenstĂ€nde wĂ€hrend der BauausfĂŒhrung, um MĂ€ngel zu vermeiden – im Gegensatz zur Abnahme von Bauleistungen, bei der die abgeschlossene Leistung kontrolliert wird, um MĂ€ngel festzustellen und zu beheben.